Laufbericht zum Aachener Benefizlauf

Heute möchte ich euch ein bisschen was zum Benefizlauf am vergangen Sonntag erzählen. Relativ spontan haben eine Freundin @katharinasalla und ich uns für den Lauf angemeldet und sind über die 5 km Distanz an den Start gegangen. Der Benefizlauf ist eine Veranstaltung deren Einnahmen (durch Startgelder, T-Shirt Verkauf und Spenden) an verschiedene örtliche Organisationen geht,  z.B. um den Förderkreis für Krebskranke Kinder e.V. Aachen zu unterstützen. Auch wir haben unseren Beitrag geleistet, und zum anfallenden Startgeld noch das T-Shirt gekauft, mit dem wir jetzt für das kommende Jahr in Aachen und Umgebung „Werbung“ laufen um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen.

Nun aber meine persönlichen Eindrücke zum Lauf. Da die kleine Tochter unserer Nachbarn am Bambinilauf teilgenommen hat, waren auch wir schon um halb zehn im Aachener Waldstadion. Nachdem wir gemeinsam unsere Unterlagen abgeholt haben, haben wir uns zur Tribüne begeben und von dort aus die anderen Disziplinen angeschaut und die Teilnehmer tatkräftig angefeuert. Begonnen hat der Tag um zehn Uhr mit dem Bambinilauf (400m), auf den dann der Schülerlauf (800m), Teamlauf (3000m) und das Rolli Rennen (800m) folgten. Die Stimmung war von Anfang an vorhanden und wurde dank einer Cheerleader Gruppe immer auf einem hohen und stimmungsvollen Niveau gehalten. Um kurz nach zwölf Uhr wurde es schließlich auch für uns ernst, nachdem wir im Stadion unsere eigene Menschenkette als Zeichen gegen die belgischen Atomkraftwerke gesetzt haben.


Wer sich im Aachener Wald auskennt, der weiß, dass man dort ziemlich bergig laufen kann. Stichwort: Elleter Berg. Und genau dort führte der 5km Jedermann Lauf hoch und anschließend wieder runter. Für meine Freundin war die Strecke völliges Neuland, weshalb sie super gut gelaunt und leider ein wenig zu schnell an den Start ging, ich hingegen wusste was mich erwarten wird. Dementsprechend hielt sich meine Freude ein wenig in Grenzen. Natürlich war ich super glücklich wieder an einem Wettkampf teilzunehmen, aber mir ist auch klar, dass die Berge immer noch nicht zu meinen Freunden geworden sind. Aber Augen zu und durch! Der Anfang lief ganz gut, denn solange genügend andere vor mir laufen, kann ich nicht sehen wie weit die Strecke vor mir berg hoch führt. Doch irgendwann entstanden Lücken und bald ging es zum ersten steileren Anstieg. Die Streckenposten die zum Fuß des Berges standen waren gut drauf und hatten Spaß daran den Läufer ein gequältes Lächeln zu entlocken. Was zumindest bei mir durch den Song „Highway to hell“, möglich war. Aber nicht nur die Streckenposten waren für die gute Laune zuständig. Alle 500 Meter standen kleine Schilder am Rand mit netten Motivationssprüchen wie „Auch Schnecken machen Strecke“ oder „Lächeln nicht vergessen“ Doch auch mit Hilfe der neuen Motivation und meinem Vorhaben, habe ich es nicht ganz geschafft durch zulaufen. Aber das macht nichts, denn solange man sich nicht für den Rest des Laufes aufgibt und weiter macht ist alles in Ordnung. Denn nicht alles hängt mit unserem Trainingszustand zusammen sondern auch viel mit dem Kopf. Laufen ist eine große Kopfsache und man muss lernen seine Gedanken zu ignorieren. Zu mindestens in einem gesunden Maß. Probiert es mal aus.

Der Höhepunkt der Freude war auch zugleich der Höhepunkt des Laufs und damit meine ich den höchsten Punkt des Laufes. Super glücklich uns erleichtert sind wir locker den anderen hinterher und konnten sogar noch ein paar Läufer hinter uns lassen. Wir haben enorm am Tempo gezogen und als es nur noch knapp ein Kilometer zum Ziel war, konnte man auch schon wieder den Stadionsprecher hören. Ab diesen Zeitpunkt hatte ich nur noch das Ziel und meine Hände voll mit zwei Bechern Wasser, vor den Augen. Bei dem Gedanken liefen die Beine automatisch noch ein wenig schneller. Laut Uhr, lag auch irgendwo zu diesem Zeitpunkt unsere Pace bei einem durchschnitt knapp unter 6.00 Minuten pro Kilometer. Was für mich ziemlich flott ist. Als wir für die letzten 200 Meter wieder auf die Bahn abbogen, liefen wir der lieben Jenny (einer aus dem Lauftreff) ausgestattet mit meiner Kamera quasi in die Arme. Ein guter Grund nochmal das schönste Lächeln aufzusetzen und die letzten Meter zu genießen. Noch 100 Meter. Wir konnten den Banner mit den Schriftzug „Ziel“ endlich vor uns sehen. Ich habe mich bewusst gegen einen Schlusssprint entschieden und für eine schöne Erinnerung. Ich nahm die Hand meiner Freundin und gemeinsam „flogen“ wir über die Ziellinie. An dieser Stelle einen wahnsinnigen großen Dank an die immer vorhanden Fotografen an der Strecke, die solche Ereignisse festhalten.


Nun ging es aber ab zum Getränkestand. Das ist für mich immer die allererste Anlaufstelle. Wir haben 36:51!Minuten für die 5 km gebraucht. Keine neue Bestzeit, aber dass muss auch nicht immer sein. Manchmal läuft man eben auch einfach nur für das tolle Gefühl danach.

Besonders gut fand ich an der Veranstaltung, dass nicht nur die ersten 3 Männer und Frauen gefeiert wurden, sondern jeder. Vom ersten bis zum Allerletzten. Wenn auch noch alle beim letzten Finisher ausrasten und die Cheerleader die letzten 200 meter mit auf die Strecke gehen, weiß ich wieder den Grund warum ich das Laufen und die Wettkämpfe so sehr liebe.


Das einzig „blöde“ war, dass man die Startnummern leider wieder abgeben musste, da sie für das nächste Jahr wiederverwendet werden. Trotz aller Bemühungen meinerseits den Einsammler zu überreden, dass es besser sei mir die Startnummer zu überlassen. Freiwillig oder gegen Geld oder das ich einfach abhaue, musste ich sie letztendlich doch eher widerwillig abgeben. Dass heißt es gibt leider keine neue Nummer an meiner Motivationstafel, dafür aber die schönste Seite in meinem Buch, mit den aller schönsten Fotos vom Tag.


Wie sah euer letztes Wochenende aus? Wart ihr ebenfalls auf kleinen örtlichen Veranstaltungen oder sogar auf großen wie den Hella Halbmarathon. Ich würde mich freuen wenn ihr mir davon hier in den Kommentaren berichtet.

 

wir sehen uns

Runninglenchen

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