Meine Geschichte vom Laufen 

Heute wollte ich euch mal wieder etwas aus meiner Vergangenheit erzählen. Entschieden habe ich mich für eine Zusammenfassung meiner Laufgeschichte, jedenfalls so gut ich mich an verschiedene Ereignisse und Beweggründe erinnern kann. Dazu habe ich ein paar Leitfragen formuliert:

  •  Wann habe ich angefangen?
  •  Warum habe ich angefangen?
  •  Wir sah mein Beginn leistungstechnisch aus ?
  • Ein bisheriger Höhepunkt
  • Und ein Tiefpunkt bezüglich des Laufens in meiner Geschichte
  • Meine Fehler
  • Einige Tipps, falls auch ihr euch dazu entscheiden wollt einfach mal mit dem Laufen anzufangen?

Wann habe ich angefangen?

Ein Datum kann ich hier nicht pauschal nennen. Ich weiss, dass es kein guter Jahresvorsatz war und auch nicht im Zusammenhang mit meiner Abnahme stand. Das Laufen hat mich schon immer fasziniert. Die meisten Läufer sehen so unbeschwert und glücklich aus. Dieses Gefühl wollte ich auch erleben. Zudem sah das Laufen immer einfach aus, man brauchte nicht viel dazu und konnte es überall machen. Manches davon stimmt bei anderem wurde ich eines besseren belehrt. Daher habe ich immer mal wieder angefangen zu laufen. Mal mehr, mal weniger motiviert. Um den Zeitrahmen mal ein bisschen einzugrenzen nennen ich hier das Jahr 2014. Wenn man betrachtet, dass es schon über zwei Jahre her ist, könnte man sich vorstellen, dass ich eigentlich schon größere Leistung vorzeigen können sollte. Aber meine Motivation blieb nie lang genug. 

Warum ich angefangen habe, habe ich schon bei der ersten Frage angerissen. Weder der Abnahme wegen noch einem typischen anderen Grund. Ich war einfach fasziniert von dieser Sportart und ich wollte selber diese Glücksgefühle spüren, was alle nach dem Laufen verspüren. Andererseits wollte ich auch wieder etwas aktiver werden. Früher habe ich mal Handball im Verein gespielt, doch seit einigen Jahren war ich ziemlich „faul“ das wollte ich ändern. Ich wollte schon irgendwie wieder fitter werden. Am meisten geschockt hat mich damals, dass ich, wenn ich mich beeilen musste den nächsten Zug zu bekommen, völlig fertig war. So richtig normal kann das nicht wirklich sein !

Wie sah mein Beginn leistungstechnisch aus ? 

Reichlich bescheiden. Einige von euch können bestimmt auch so ein lustiges Liedchen über den Beginn einer Ausdauersportart singen. Zu Beginn war ich niemals weiter als einen Kilometer von Zuhause entfernt. Und diesen durchzulaufen, war lange nicht dran zu denken. Maximal eine halbe Minute ging am Anfang. Klingt eigentlich recht lächerlich oder ? Eine halbe Minute ist quasi nichts. Fortschritte kamen am Anfang wenig, da ich nicht regelmäßig an meinem Vorhaben dran blieb. Wenn ich nach 30 Sekunden aufgehört habe zu laufen, war ich immer total frustriert. Ich wollte so unbeschwert wie alle andere durch den Park laufen und meine Runden drehen. Ich muss zugeben, ich habe mir dass alles viel einfacher vorgestellt. In den nächsten Monaten haben ich immer mal wieder versucht ein paar Meter zu laufen. Eine kleine Anekdote an dieser Stelle. Ich bin damals in Chucks und Chilling Hose losgelaufen. Heute kann ich nur mit dem Kopf darüber schütteln. Jedenfalls habe ich dann ungefähr alle 2-3 Monate von neuem angefangen, in der stillen Hoffnung, dass wenn ich im April anfange statt im Februar, länger durchhalte. Totaler Schwachsinn. Ich wollte mir bloß nicht eingestehen, dass der Weg zur Ausdauer kein Zuckerschlecken ist. Wie Naiv ich doch war. Als ob irgendjemand von Null auf jetzt die Ausdauer hat, um einen 5 Kilometer Lauf zu absolvieren. Hach, jeder hat doch mal solche Träume oder ? 

Richtig angefangen habe ich dann erst letztes Jahr. Ich habe mir vernünftige Laufschuhe gekauft, diese Converse waren ja keine Option. Ich habe mir vorgenommen regelmäßiger zu laufen und nicht mehr aufzugeben wenn ich ein paar Meter gehe. Diesmal kamen wirklich schnell neue Erfolge. Zuerst bin ich 1 Minuten gelaufen und dann ungefähr 2 Minuten gegangen. Dann bin ich 2 Minuten gelaufen und 2 wieder gegangen. Dies ging einige Woche so weiter. Ich bin immer wieder mit verschieden Freunden und Familienmitgliedern draußen gewesen um meine Motivation aufrecht zu halten. Schon bald konnte ich 5 Minuten laufen und dann bin ich meinen ersten Kilometer durchgelaufen. Ich war so glücklich, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Ich bin mit einem Honigkuchengrinsen auf dem Gesicht eine Woche lange durch die Gegend gelaufen. Doch weiter als einen Kilometer bin ich nicht mehr gekommen. Irgendwann fehlte mir die Motivation weiter am Ball zu bleiben und ich habe es wieder vollkommen vernachlässigt und mich auf andere Dinge konzentriert. Heute weiß ich auch, was ich zu diesem Zeitpunkt falsch gemacht habe. Dazu später mehr.

Ab dem Zeitpunkt wo ich mich für meinen ersten 5 Kilometer Lauf angemeldet habe, lief auch das Training motivierter. Jedenfalls bis meine Verletztungsphase anfing.

Ein bisheriger Höhepunkt war auf jeden Fall mein erster Lauf. Ausreichend war mein Training dafür nicht. Trotzdem bin ich irgendwie ins Ziel gekommen. Vielleicht lag es an dem Adrenalin ? Vielleicht aber auch nur an den ganzen Menschen die einen angefeuert haben und „böse“ angeschaut falls man auch nur überlegt hat ein paar Meter zu gehen. Das hat mir unheimlich geholfen durchzuhalten. Zudem war mir meine Mutter am Rand eine wunderbare Hilfe. Ereignisse wie solche sind eine dauerhafte Erinnerung und Motivation. Falls ihr noch überlegt ob ihr euch für einen Lauf anmelden sollt, dann macht es ! Nichts, überhaupt gar nichts spricht dagegen. Niemand wird enttäuscht von euch sein. Jeder wird klatschend und bejubelnd empfangen. Diese Anerkennung aller Menschen ist so liebevoll und toll. Auch mein zweiter Lauf war ähnlich. Ich behaupte hier einfach mal, dass jeder Wettkampf ein Höhepunkt im Leben eines Läufers ist und auch bleiben wird, für immer. 

Als Tiefpunkt kann ich hier „nur“ noch einmal meine Verletzungen erwähnen. Denn jeder Grund nicht laufen zu können, macht mich heutzutage traurig. Sobald ich meine Laufschuhe schnüre und los laufe, kann ich einfach mal abschalten. Den stressigen Alltag vergessen, mich einfach mal auspowern und anschließend auf die heisse Badewanne oder Dusche freuen. Mehr brauch ich nicht. Die Gedanken schweifen lassen und sich der Natur fügen ist manchmal einfach alles was ich brauche. 

Für einige ist es bestimmt ein Grund mit den Laufen aufzuhören, wenn man sich mehrmals langwierige Verletzungen zuzieht. Dieser Gedankenzug klingt neutral betrachtet einfach nur vernünftig, aber alle mir gleichgesinnten werden verstehen, dass dies nicht so einfach getan wie gesagt ist. 

Meine Fehler

Fehler mache ich bestimmt auch jetzt noch genügend, aber es gibt ein paar die ich für euch beim Namen nennen kann, damit ihr sie nicht auch begeht. 

1. Lauft am Anfang nicht zu schnell los. Dadurch verliert ihr nur schnell eure Motivation wieder. Kleiner Tipp: Lauft beispielsweise 2 Kilometer in die eine Richtung und schaut wie lange ihr dafür braucht. Dann lauft zurück zum Anfang und zwar diesmal in der selben Zeit. So trainiert ihr ein gleichmäßiges Tempo zu halten, welches euch später hilft, länger durchzuhalten. 

2. Ich habe mir zu Beginn einfach zu viel Druck gemacht. Ich konnte es einfach nicht abwarten, endlich 5 Kilometer am Stück zu laufen. Jetzt weiß ich, dass es sinnvoller ist und mehr Spaß macht, einfach so gut man es schafft, zu trainieren. Die Erfolge kommen früher oder später sowieso. Außerdem freut man sich viel mehr plötzlich 5 km durchzuhalten, anstatt sich für den 1 Januar das Ziel zu setzten eine bestimmte Distanz zu laufen, es dann nicht zu schaffen und erst einmal total frustriert und enttäuscht von sich selber ist

3. Alleine laufen. Jetzt weiß ich, dass ich keine bessere Entscheidung treffen konnte, als mich einer Laufgruppe anzuschließen. Ich kann euch versprechen, damit hört die Phase auf, in der ihr andauernd ausreden sucht, nicht raus zu müssen !

Einige Tipps falls auch ihr euch dazu entscheiden wollt einfach mal mit dem Laufen anzufangen (Zusammenfassung) 

1. Wollt ihr laufen und überlegt noch ob es dass richtige für euch ist ? Fangt einfach an. Ihr werdet es merken

2. Gebt niemals zu schnell auf. Erfolg ist eine Treppe und ihr werdet sie Stück für Stück erklimmen. Ich verspreche es euch 

3. Setzt euch nicht unter Druck. Beispielsweise weil ihr Abnehmen wollt

4. Sucht euch eine/n Freund/in oder Gruppe der ihr euch anschließt zum laufen, dadurch bleibt ihr motiviert und habt mehr Spaß. Nette Gespräche und neue Freunde sind eine positive Folge dessen

5. Falls ihr trotzdem lieber alleine laufen möchtet, achtet darauf nicht zu schnell zu laufen. Probiert doch gerne mal meinen kleinen Tipp aus, um ein gleichmäßiges Tempo zu finden

6. Bezüglich Ausrüstung: Als Läufer braucht man wirklich keine super tolle und teure Ausrüstung. Jedoch solltet ihr nicht an ein paar vernünftigen Laufschuhen sparen, und in der Winterzeit und der Dunkelheit solltet ihr darauf achten für andere gut Sichtbar zu sein

7. Jetzt wo ihr einen kleinen Überblick habt kann es endlich los gehen. Klamotten an, Schuhe schnüren und los. Ich wünsche euch viel Spaß und würde mich freuen, wenn ihr mir hier und auf @runninglenchen von euren Erfahrungen berichtet 
Wir sehen uns

Runninglenchen 

2 Gedanken zu “Meine Geschichte vom Laufen 

  1. Yannick schreibt:

    Ich erkenne mich in so vielen Punkten wieder. Zum Beispiel die fehlende Motivation oder der erste Kilometer.
    Immer dran bleiben heißt es. Wir schaffen das mit dem gemeinsam Laufen auch noch.

    Gefällt 1 Person

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