Das Gefühl der Freiheit in den Bergen – Skiurlaub 2016

Guten Abend ihr lieben. Wie ihr sicherlich längst auf Instagram gesehen habt, war ich die letzte Woche mit meiner Familie in den Österreichischen Bergen. Nach 5 Jahren endlich wieder Ski fahren gewesen.

Alleine der Skiverleih war schon eine lustige Geschichte. Ich glaube wir waren 4 mal oder sogar öfter dort. Das erste mal ganz üblich. Schuhe anprobieren, Skiier und Stöcke auswählen. Den zweiten Besuch mussten wir einschieben, da mein Bruder nicht mehr in seine Schuhe rein kam und meine so eng waren, dass mir die Füße einschliefen. Ein sehr unangenehmes Gefühl. Den zweiten ungewollten Besuch, haben wir dem Laden einen Tag später abgestattet, denn der Skilehrer meinte, mein Bruder hat die Falschem Ski, obwohl wir gesagt haben, dass er Anfänger ist. Also alles eingeladen und los. Und die letzten beiden Besuche als die ersten Ski und dann ein Tag später die letzten Ski zurückgegeben wurden. Wir waren quasi jedem Tag da. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen und ein ungutes Gefühl was die Familie, der der Laden gehört nur von uns denken wird. Meine Vermutungen wurden aber nicht bestätigt, alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Zudem waren sie auch noch sehr tolerant als bei meinem Ski etwas abgebrochen ist. „Kein Thema, dafür brauchen Sie nicht aufkommen“ 

Jetzt aber zum Urlaubsgequassel. Zunächst hatte ich einige Bedenken, ob ich überhaupt noch fahren kann. Nachdem ich drei mal den ‚Idiotenhügel‘ runter bin, stand es fest: Ja. Ich kann es noch!! Also gings rauf auf den Berg. Hoch konzentriert mich beim Lift nicht auf den Appel zu legen und bei der Fahrt nicht die Stöck zu verlieren. Insgesamt hab ich 6 Tage zusammen mit meinem Vater die Pisten gerockt. An den ersten Tagen habe wir mal langsam mit blauen Pisten angefangen, um wieder rein zukommen. Soweit so gut. Alles ganz easy. Immer schön langsam mit Bedacht auf den Abhang und vor jeder etwas größeren Steigung einen Schreikrampf. Alles Kopf Sache musste ich schnell feststellen. Am zweiten Tag hatte mein Bruder einen Skilehrer, ich bin den beiden etwas gefolgt um eventuell ein paar Tipps abzustauben, die auch noch für mich hilfreich sein könnten. An dem Tag habe ich auch meinen Mut wiedergefunden einfach den Berg runter zu stürzen. 

Auf den neu gefundenen Mut sind wir dann direkt mal ein paar neue Strecken runter und das ganze ein bisschen flotter als zuvor. Ich wollte mich nämlich noch bei einem Typen Rechen, der mich am Vortag voll eingenebelt hat, als ich hilflos im Berg stand. Dafür musste jedoch geübt werden. In Kombination mit dem höheren Tempo und den sehr ausgerutschten Pisten an diesem Tag habe ich mich einige Male auf die Fresse gelegt. Wenigstens für die Leute im Lift muss es sehr amüsant gewesen sein. Von mal zu mal wurde ich wieder sicherer. Mir wurde wieder bewusst wie sehr ich diesen Sport liebe. Viel zu lange sind wir nicht gewesen. Früher hatte ich nie Angst und bin jeden Berg runtergestochen mit meinen Cousins. Heute mache ich mir viel mehr Gedanken. Es sind echt total blöde Gedanken, aber jeden Tag hatte ich im Unterbewusstsein den Wunsch nicht zu fallen. Hatte Angst mich zu verletzten und war Abends immer froh „heile“ im Bett zu liegen. Nun ja diese Gedanken kommen wohl erst mit fortschreitendem Alter.

Den dritten Tag sind wir nochmal im Skigebiet im Dorf gefahren. Die Pistenverhältnisse waren das komplette Gegenteil zum Vortag. Eine herrliche Eisbahn. Bremsen kaum noch möglich und total anstrengen. Aber !! Ich bin nicht gefallen. Tag 4 und 5 waren wir dann in einem anderen Skigebiet. Kappl im Nachbarsort und um auch mal dagewesen zu sein, am 5 in Ischgl. 

Kappl hat mir von dem Pisten her leider überhaupt nicht gefallen. Das beste war die Talabfahrt, die wir aber leider erst als letzte Fahrt gemacht haben. Seit dem Tag hatte ich mein Motto „Steil aber geil“ gefunden. Denn die Abfahrt hat mich über meinen inneren Schweinehund springen lassen müssen. Denn für Ski aus und aufm Popo runter rutschen war mein Ego definitiv zu groß. Daher hieß es Augen zu und durch. Das Gefühl als ich unten war, war unbeschreiblich. Ich habe mich richtig „stark“ gefühlt. 

Tag 5 haben wir in Ischgl verbracht. Wir haben uns gedacht, dass es ein Fleck ist wo man mal im Leben gewesen sein muss ( zumindest wenn es nur ein paar Orte weiter ist) Bekannt ist Ischgl als Ballermann der Berge und Schauplatz für sämtliche Pelzträger. Klingt eigentlich nicht so nach meinem Geschmack. Party und viele Menschen. Wie auch immer wir waren bereits auf dem Weg bevor ich es mir anders überlegen konnte. Wir waren schnell dort doch die Suche nach einem Parkplatz sprengte unser Zeitmanagement. Und Geld fürs Parken wollten die auch noch, obwohl der Skipass schon 10 € teurer war. Die Laune war schon gereizt und der lange Weg zur Seilbahn verbesserte es nicht unbedingt. Wer schon mal Skifahren war, weiß dass es wirklich wenig Spaß macht die Skiausrüstung stundenlang durch die Gegend zu schleppen. Als wir oben waren, waren die ganzen Vorwürfe für einen Moment verflogen. Ich muss zugeben der Ausblick war grandios. Man hatte einen wundervollen Blick von ganz oben auf die Schweizer und Österreicher Berge. Die wunderschönen weißen Zuckerhüte im Sonnenschein habe es tatsächlich geschafft uns alle wieder glücklich zu machen. Die Pisten waren sehr schön, nur leider wären wir besser früher gekommen, denn die Pisten waren Mittags schon total voll und ausgerutscht. Man war gezwungen die selben Schwünge wie die anderen zu fahren oder man macht einen Abflug. Mit der Zeit hat man sich definitiv dran gewöhnt. An diesem Tag habe ich auch meinen Geschwindigkeitsrekord von 46 km/h aufgestellt. Man konnte vor den Liften immer schön „rollen“ lassen. Das macht richtig viel Bock. Auch dieser Tag war wie die vier vorherigen viel zu kurz und zu schnell vorbei, wenn man bedenkt, dass wir um Geld zu sparen immer erst am 11:30 gefahren sind und die letze Bergfahrt schon um 16:00 Uhr war.

Den Letzten Tag bin ich nochmal alleine mit meinem Dad los. Die anderen hatten ihre Ski schon nach Tag 5 abgegeben, aber ich musste noch eine Rechnung mit mir begleichen. Ich wollte unbedingt die Talabfahrt in dem ersten Skigebiet (See) wo wir die ersten Tage verbracht haben, machen, die ich mich zuvor nicht getraut habe (auf Klagen anderer, wie steil sie doch bloß sei). Ich hätte es mir nicht verziehen wenn ich es nicht gemacht hätte. Also haben wir diese zu allererst gemacht. Ein tolles Gefühl. Danach bin ich im Höhenflug der Glücksgefühle noch weitere rote ( mittelschwere) Pisten runter gerast. Meine Angst war weg, supertolles Gefühl. Der Wintersport ist mein absoluter Favorit. Wer schon mal Skifahren war kann diese Gefühle mit mir teilen. Nachfolgend zeige ich euch noch ein paar Impressionen der letzten Tage 


Wir sehen uns

Runninglenchen 

P.s. morgen steht der Sylvesterlauf in Aachen auf dem Tagespogramm. Ich werde euch natürlich berichten wie es war

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