Mein erster Wettkampf

Heute möchte ich euch ein bisschen über meinen allerersten Wettkampf erzählen. Wann ich mit dem Laufen angefangen habe, kann ich so pauschal nicht sagen. Seit mehreren Jahre fange ich immer mal wieder neu an. Zu Beginn des letzten Neuanfangs konnte ich so gerade einmal eine Minute am Stück durchlaufen, dann waren es irgendwann mal 2, 5, 10, 20 usw. Die Erfolge kamen super schnell, weswegen ich am Ball geblieben bin. Auf Stabilitätsübungen und Dehnen, habe ich zu diesem Zeitpunkt keinen Schwerpunkt gelegt. Ich hatte keine Probleme, dann fragt man sich, weshalb man dann solche Übungen machen soll. Die Rechnung kam später. Ungefähr 1-2 Monate bevor ich mich für meinen allerersten Wettkampf angemeldet habe. Den Aachener Sportscheck Nachtlauf über die 5 Kilometer Distanz. Viel zu oft habe ich damals die Schmerzen ignoriert. Ich wollte keine Pause machen, ich wollte unbedingt die 5 Kilometer durchlaufen. Heute weiß ich, dass die Verletzung nie so langwierig geworden wäre, wenn ich früher gelernt hätte auf meinen Körper zu hören. Wie auch immer. Ich habe das Training nicht niedergelegt und bin am Wettkampf angetreten. Die Schmerzen waren an diesem Tag auszuhalten, doch danach konnte ich kaum noch gehen, das Bein war nicht mehr belastbar, ich knickte andauernd weg. Daraufhin folgte meine immernoch anhaltende Ärztetour.

 

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema, den Lauf. Der Lauf war ein überwältigendes Erlebnis für mich. Ursprünglich hatte ich mich mit einer Freundin angemeldet, welche dann kurzfristig doch nicht mitlaufen könnte. Das war jedoch kein Grund für mich, den Lauf sausen zulassen. Ich habe mich Wochenlang auf den Tag gefreut. Am Vortag war ich meine Startunterlagen abholen. Dazu zählte der Ship für die Zeitmessung, das Sportscheck T-Shirt und viele kleine Geschenke wie zum Beispiel Poweriegel uvm.

 

Am Wettkampftag war ich super nervös, ich war mir unsicher ob ich antreten soll. Ich wollte nicht alleine laufen. Doch meine Mama hat mich zum Start begleitet. Auf dem Marktplatz sah ich die ganzen anderen Läufer in ihren Sportoutfits. Ich habe nicht damit gerechnet in Aachen soviele andere Laufbegeisterte zu treffen. Als es Zeit war sich aufzustellen bin ich ganz nach hinten gegangen, denn ich wollte niemanden im Weg stehen. Dort habe ich auch eine ganz nette Frau getroffen und wir hatten ein tolles ermutigendes Gespräch. Als der Startschuss fiel war das Gedränge groß und wir haben uns leider aus den Augen verloren. Nun war ich doch wieder auf mich alleine gestellt. Zu Beginn des Laufes habe ich mich bewusst gegen meine eigene Musik entschieden. Ich wollte die Atmosphäre auf mich wirken lassen. Das hat super Funktioniert. Jedesmal wenn ich kurz ein paar Schritte gegangenen bin hat mir jemand zugerufen, dass ich toll bin und ich weiterlaufen soll. Beim vorbeilaufen an diversen Cafés und Restaurants haben die Leute bei jedem geklatscht. Sogar meine Mutter habe ich am Streckenrand wiedergetroffen. Alle die Aspekte zusammen haben mir einen wundervollen Lauf beschert.

 

Im Ziel angekommen musste ich zwischen den ganzen Biertrinkern, Alkoholfrei versteht sich, erstmal den Wasserstand suchen, und danach meine Mutter. Auf dem Weg zwischen all den Sportler durch hing mir eine junge Frau noch die Finisher Medaille um und die Frau vom Startbereich habe ich auch wieder getroffen. Die Zeit ist natürlich keine Bestzeit gewesen, trotzdem hängt meine aller erste Urkunde an der Wand, zusammen mit der Medaille. Für 2017 habe ich vorgenommen meine Zeit von 35:11 zu verbessern. Dieses Ereignis hat sich positiv in meinem Gedächtnis verankert und wird mir auf ewig meine Motivation liefern, falls ich sie mal verloren haben sollte.

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wir sehen uns

runninglenchen

 

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